Meine Fadenbilder entstehen seit 2001 auf handgewebtem Leinen, das ich von meiner Großmutter erbte. Das war zu Studienzeiten, und ich malte noch – mit sehr pastosem Farbauftrag, der keinen Untergrund mehr ahnen ließ. Nichts würde von der Struktur des handgearbeiteten Leinens mehr zu sehen sein, würde ich darauf malen. Das wollte ich nicht. Erst viele Jahre und nach unzähligen Versuchen, die Arbeit meiner Großmutter und meiner Tante und damit die Struktur des Leinens sichtbar zu lassen, kam ich auf die Lösung, wie ich das Material benutzen konnte. Die Fadenbilder vereinen unsere Arbeit zu einer generationsübergreifenden Symbiose. Sie entstehen ohne Vorzeichnung und direkt auf dem Leinen. Der Einsatz des Fadens ist entschieden, linear und pur wie der Stoff, der als Träger dient. Die Arbeiten gehören zu verschiedenen, groß angelegten Serien.

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